zurück zu SEITE 1

zurück zur Übersicht

Donnerstag, 19.10.2017

Abreise.....
Gleich können wir starten. Nur noch die Spritleitung festziehen, hinten sicherheitshalber eine zweite Bergeöse dranpappen und ach ja….der Hupe die Benimmregeln beibringen, die scheinbar vom Vortag noch nicht verinnerlicht waren.
Noch ein paar Klamotten eingepackt, die Ersatzteilkiste bestückt, die Notration und den grünen Beutel mit Gaskocher und Kaffeeutensilien in den Kofferraum gestopft. Die neuen Sandschaufeln, Bergegurte, Notfallset…..Mist, wo ist denn das Befestigungszeugs für Explona? Schnell noch einen zweiten Feuerlöscher gekauft und im Beifahrerfußraum befestigt. Fix in die Apotheke, dann Bargeld holen, Haustiere dem Bruder überreichen, Kühlschrank leer essen.....würg..... alle Fenster schließen, Sicherungen raus und los geht´s……

                                             

Gegen 15:30 Uhr rollt der Niva endlich vom heimischen Acker, Richtung Tortona in Italien. Na gut, wenigstens erstmal bis ungefähr Ulm. Die Sonne scheint, wir kommen ganz gut voran. Wir korrespondieren mit dem Berger, der auch schon unterwegs ist und ebenfalls eine Zwischenübernachtung plant. Während der Fahrt merkt Sebastian, dass der aufgesteckte Schalthebel vom Schaltgetriebe locker ist. Das muss wohl noch gerichtete werden, sollte aber kein Problem darstellen.

                                                                   

Gegen halb zehn schwächeln wir und finden noch ein freies Bett in der Autobahnraststätte „Seligweiler“. Relativ gemütlich für so ein Etablissement. Dass das ein Vierbettzimmer ist, realisieren wir spät und bevor wir den Bergern Bescheid geben können, schlafen wir ein.
Freitag, 20.11.2017

Es hat leicht geregnet in der Nacht.
Nach einem vorerst letzten deutschen Frühstück starten wir gegen 08:00 Uhr Richtung Bodensee. Wir haben beschlossen, den kürzeren Weg über die Schweiz zu nehmen. Die Vignetten für Österreich und Schweiz holen wir in Aichstetten, kosten zusammen 45 Euro.
Wir kommen relativ problemlos voran, das Wetter ist ganz passabel. Wir genießen den Anblick der Berge auf dieser sonst ereignislosen Fahrt. Zwischendurch ein Päuschen in grandioser Landschaft, ein Kaffee ist schnell gekocht und es kann weitergehen.
                       

Gegen halb vier erreichen wir Tortona. Als wir auf den Parkplatz des Hotels abbiegen, fängt der Niva wieder an, selbstständig zu hupen. Gar nicht peinlich. Klar freuen wir uns, schon im Vorbeifahren bekannte Gesichter zu sehen, aber deshalb lautstark auf uns aufmerksam zu machen……einige Teilnehmer, die uns nicht kennen, schauen verständnislos und wir suchen schnell einen Parkplatz im Schatten ;o)
Warum der Veranstalter dieses Jahr nicht Vhogera als erstenTreffpunkt nimmt wissen wir nicht. Vielleicht wegen des riesigen Parkplatzes hier und des geöffneten Restaurants. Eigentlich auch egal, denn es gibt nix zu beanstanden. Also checken wir erstmal schnell ein und schauen uns dann unter den bisher eingetroffenen Teilnehmern um.

   

Da steht schon der dicke LIAZ. Dessen Team ist sehr emsig, sie bauen, testen, fahren Probe. Geiler Sound, aber an den Tatra vom letzten Jahr kommt´s meiner Meinung nach nicht ran. Dari aus Slowenien, den wir vom letzten Jahr kennen, startet dieses Mal mit einem Amarok in der Prototypenklasse und einem Navigator statt seiner Frau.  Sein direkter Konkurrent ist ein Ford F150 EVO vom Barth-Racing Team. Wir schauen uns den aufgerüsteten Defender  aus der verbesserten Klasse an, den Fahrer lernen wir vorerst noch nicht kennen. Aber es ist wohl der Teilnehmer, der kurz vor der Rallye noch einen Beifahrer gesucht und gefunden hat. Diesen Job übernimmt Sabri, der gesprächige Quadfahrer vom letzten Jahr.

Zwischendurch kommt endlich auch das Bergeteam an. Karsten zwar dieses Mal nicht mit Bernd, aber Sonja soll wohl laut Karsten auch ganz nett sein ;o)
Die beiden Mitbewerber aus der Serienklasse stehen auch schon im Hof, der Puch G 280 vom Hubert und der Toyota FJ Cruiser vom Team Greenhorn aus der Schweiz. So einen Wagen hatte ich noch nie gesehen, bei uns in D wurden die wohl gar nicht, oder nur sehr selten verkauft.

                             

Die ersten Motorradfahrer sind auch schon da. Eine KTM 450 RallyeReplica gehört mit zum Barth-Team, der Fahrer der Husqvarna 450 zum BIG Shock Racing Team des LIAZ. Dann gab es noch den einzigen Quadfahrer auf Yamaha Raptor 700 . Wir lernen noch Werner mit seiner KTM690 Quest und den sächsischen Jens mit einer Yamaha 450F kennen. Werner ist ohne Team da und Jens wird von seiner fleißigen Freundin begleitet.

                                                     
 
Nach erstem Beschnuppern macht Jörg auch gleich die technische Abnahme, wir bekommen unsere neue Startnummer. Sebastian klemmt die lästige Hupe ab und fixt endlich den Schalthebel. Später installiert das polnische Hochgeschwindigkeitsteam die Explona Sicherheitstechnik und den Trackrecorder.

                 

Langsam meldet sich der Magen und wir gehen in den riesigen Speisesaal. Kurzerhand werden ein paar Tische zusammengeschoben, so ist die Atmosphäre etwas entspannter. Als wir die Speisekarte bekommen, müssen wir leider feststellen, dass unser Englisch im letzten Jahr nicht besser geworden ist.  Ich glaub, die Einzige an unserem Tisch die genau wusste was sie bestellt, war Sonja. Aber lecker war das Essen, da kann man nicht meckern.
Wir sind eine ziemlich gemischte Runde. Eduard schweigsam, Hubert laut und ich plappere die ganze Zeit. Später stoßen noch Bernd und Alfonso dazu, sie fahren einen gelben Nissan in der verbesserten Klasse, der allerdings mit ´nem Patrol nicht mehr viel gemeinsam hat.
Jedenfalls ein geselliger Abend zum Auftakt der Rallye. Zu lang wollen wir ihn nicht werden lassen, doch bis wir auf dem Zimmer auf der anderen Hofseite sind, quatschen wir uns noch mehrfach fest…so soll es sein.
                                               
zurück zur ÜBERSICHT

weiter zu SEITE 3